Kategorie: Behandlung der MS

Zum Umgang mit Therapie-Folgen

Vorab möchte ich alle Neurolog*innen um Verzeihung bitten, die sich redlich und im fairen Stil um ihre Patient*innen kümmern, die im heutigen Gesundheitssystem gute Ärzt*innen geblieben sind, und denen alles das fern liegt, was auf den nächsten Seiten an Defiziten beschrieben wird. Sie sind mit dieser Kritik nicht gemeint, und ich hoffe und ich wünsche ihnen, dass sie ihre Patienten so sorgfältig und wertschätzend erfolgreich weiter betreuen, wie sie es ohnehin schon seit Jahren tun. Leider aber erleben viele MS-Betroffene ihre Neurolog*innen ganz anders, vor allem im Umgang mit den häufigen Nebenwirkungen der Dauerimmuntherapien. Weiterlesen

Darf man unter Ocrevus® unbesorgt schwanger werden?

Uns ist wiederholt zu Ohren gekommen, dass offenbar Neurolog*innen MS-erkrankten Frauen mit Kinderwunsch zu einer Therapie mit Ocrevus® raten, weil man darunter angeblich problemlos schwanger werden könne, und zwar schon bis zu vier Wochen nach der letzten Infusion. Eine solche Empfehlung ist zum einen medizinisch nicht nachzuvollziehen und entspricht zum anderen weder der Zulassung noch den Therapieempfehlungen des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) oder der kommenden neuen MS-Leitlinie. Was steckt also dahinter?

Weiterlesen

Covid-19 und MS (Update zur Impfung)

Welche Folgen hat die Covid-19-Pandemie für MS-Betroffene? Aus gutem Grund haben wir uns bisher nicht an Spekulationen zum Thema „Corona“ beteiligt. Es handelt sich um eine gänzlich neue Erkrankung, einen bisher unbekannten, hochansteckenden Virusstamm einer bekannten Virusfamilie mit höchst variablem Krankheitsverlauf in Abhängigkeit von individuellen, aber am Anfang noch unbekannten Risikofaktoren. Die Pandemie hat über medizinische Gesichtspunkte hinaus zu enormen gesellschaftlichen Veränderungen geführt und wirft vielfältige ethische Fragen auf. Fast ein Jahr nach der Erstbeschreibung sind mittlerweile aber durchaus Antworten auf einige der für MS-Betroffene relevanten Fragestellungen denkbar. Weiterlesen

Etikettenschwindel

Lange haben MS-Betroffene mit chronisch progredientem Verlauf auf ein Medikament gewartet, das die Progression bei SPMS verringern sollte und Novartis hat für das Medikament Mayzent® ordentlich und lange die Werbetrommel gerührt. Nun stellt sich heraus: Der Wirkstoff Siponimod hält die chronische Progredienz gar nicht auf.

Weiterlesen