Neues aus der MS-Forschung, 31.03.2020

Ein Team an der Johns-Hopkins-Universität hat eine klinische Phase1/2-Studie an Patienten mit primär progredienter MS (PPMS) aufgelegt, die zunächst Sicherheit und kurzfristige Wirkung von Tauroursodesoxycholsäure, einer Gallensäure, untersuchen soll.[1]https://multiplesclerosisnewstoday.com/news-posts/2020/03/31/bile-acid-supplements-may-ease-inflammation-symptoms-progressive-ms/?fbclid=IwAR0uu5ny1vYKEVaNk5A9v52zodgOqmfcxWda1Yp8h-XPdRfWEr-rMlrJQYE … Weiterlesen Verglichen wird mit Placebo. Gallensäuren werden im Körper von der Leber produziert, über die Gallenwege in den Darm ausgeschieden, und dienen dazu, die Fette in der Nahrung besser verdaulich zu machen. Hintergrund für die Studie ist die Beobachtung, dass besonders Betroffene mit PPMS erniedrigte Spiegel von Gallensäuren haben. Die Forscher entdeckten ebenfalls, dass Zellen in MS-Gehirnläsionen, sowohl Nervenzellen als auch Makrophagen (Fresszellen), Rezeptoren für Gallensäurenaufweisen, die über diese Rezeptoren neuroprotektive Eigenschaften zu entfalten scheinen. Dies ist ein völlig neuer Ansatz. Die Studie soll Ende 2020 abgeschlossen sein.

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